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BGM?! Gesundheit im Betrieb?!

Ach herrje – jetzt gibt es nur noch gesundes Essen in der Kantine und müssen mit den den Kollegen walken gehen?! Ja, das sind sie, die Klassiker, wenn das Thema BGM auf den Tisch kommt.

Da gibt´s hier einen Gesundheitstag, es wird dort ein Veggie-Day in der Kantine eingeführt. Und schwups, ist zum einen für viele im Management das Thema abgehakt und zum anderen fühlen sich doch einige Mitarbeiter verschaukelt, denn sie ahnen, dass mit derartigen Maßnahmen nichts grundlegend anders wird.

BGM: Langweilig oder mitreißend?

Achtung, Falle!

Grundlage des BGM ist sehr oft eine mechanistische und eindimensionale Sichtweise auf die Gesundheit im Sinne eines biomedizinischen und statischen Modells. Mittlerweile ist klar, dass das nur unzureichend ist. Es gilt eben auch biosoziale Komponenten zu beachten. Es gilt darüber hinaus, von der Philosophie der Reparaturergonomie wegzukommen und Kompensationsstrategien zu finden. Soll heißen: Wirklich-wirklich hinschauen und das Übel an der Wurzel packen. Gesundheitstage, Obstkörbe – das ist das typische Rumdoktern an Symptomen. Tatsächlich ändern tut sich durch so etwas nichts.

In medias res

Klassisches Gesundheitsmanagement setzt sich zusammen aus Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF), der betrieblichen Wiedereingliederung (BEM), des Arbeitsschutzes und der Personalentwicklung (PE). Mittlerweile existieren gesetzliche Grundlagen, wie z.B. die Risikobeurteilung der psychischen Belastung am Arbeitsplatz. Diese gesetzlichen Grundlagen sollen helfen bei der Abwehr von Krankheiten, die am Arbeitsplatz entstehen können.

 

Der BGM-Klassiker….

 

Darüber hinaus kann man sich das klassische BGM wie ein Projekt vorstellen: Es wird ein Start- und einen Endpunkt definiert, Maßnahmen werden geplant, Prozesse werden initiiert und kontrolliert… Verankerung, Steuerung, Qualitätssicherung – das sind alles Aspekte, die Nachhaltigkeit, Systematik und Effektivität nach sich ziehen sollen.

… reicht nicht.

Sind standardisierte Verfahren wirklich sinnvoll, wenn der Mensch im Fokus steht? Und genau das sollte ja unbedingt der Fall sein beim BGM: Der Mensch, der Mitarbeiter, rückt in den Mittelpunkt. Weg von der Sache, hin zum Individuum bzw. zur Gruppe von Individuen. Es ist absurd, dass Regulären wie Arbeitszeitgesetze, Obstkörbe, Gesundheitstage oder der Yogakurs in der Mittagspause als Kompensation für krankmachende Arbeitswelten eingesetzt werden.

Weg mit dem „Work-Life-Balance“-Bullshit!

Arbeitszeit ist Lebenszeit. Die Zeit jenseits der Arbeit darf nicht dafür missbraucht werden, sich von der Überflutung der ständig wachsenden sog. „legitimen Erwartungen“, entstanden aus der permanent beschleunigten Technikentwicklung, zu erholen. Es bedarf heute eines BGM 4.0. Klassische Maßnahmen  des BGM sollten Selbstverständlichkeit sein, darüber hinaus spielen die Faktoren Unternehmenskultur, Führungskultur und Kommunikation mit den Aspekten Menschlichkeit, Wertschätzung und Vertrauen die alles entscheidende Rolle. Sind Sie dabei und wagen den Paradigmenwechsel? Es gilt, sich von der Denkweise „Arbeit = krankmachend, Freizeit = erholend“ zu verabschieden. Ein erster Schritt in eine gesunde Richtung: Machen Sie sich Gedanken über Ihr ganz persönliches Menschenbild!

Als Resilienzexpertin begleite ich täglich Klienten, Patienten, Gruppen und Firmen raus aus Belastung oder Erschöpfung und hin zu mehr Lebensqualität & Selbstwert, gesunder Balance, wertschätzender Kommunikation und Organisationsfitness.

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